Jeder Punkt zählt gleich

Die erste Grundlage: Im TMS wirst du immer im Vergleich zu den anderen Teilnehmenden gewertet. Du musst nicht alles richtig haben, sondern einfach nur mehr richtig haben als die meisten.

Auch wenn man oft von Prozenträngen in den einzelnen Untertests hört, zählt für dein Gesamtergebnis nicht der Durchschnittsprozentrang der Einzeltests, sondern die Gesamtpunktzahl über alle Untertests aufsummiert. Daraus ergibt sich: Jeder Punkt ist gleich viel wert, egal ob er aus Schlauchfiguren kommt oder aus Quanti.

Wenn du dein Gesamtergebnis möglichst effizient verbessern möchtest, solltest du den nächsten Punkt dort holen, wo er am leichtesten zu haben ist. Und das unterscheidet sich pro Untertest massiv.

Ein Beispiel: Drei Punkte mehr in Schlauchfiguren bringen dir für dein Gesamtergebnis genauso viel wie drei Punkte mehr in MedNat. Nur dass du für die Schlauchfiguren-Punkte vielleicht eine Woche brauchst und für die MedNat-Punkte vermutlich einen Monat, wenn überhaupt.

Der TMS ist kein Intelligenztest

Der TMS ist kein Intelligenztest, nicht einmal ansatzweise. Eine fleißige, gut vorbereitete Person ist immer besser als eine unvorbereitete, sehr kluge Person. Natürlich hilft es, wenn man Zusammenhänge schnell versteht, aber die wichtigste Variable für dein Ergebnis ist Übung.

Nicht alle Untertests sind gleich trainierbar

Lernkurven pro Untertest

Diese Grafik zeigt ungefähr, wie sich die Punktzahlen in den ersten Wochen der Vorbereitung entwickeln. Sie beschreibt die initiale Lernkurve, nicht die gesamte Vorbereitungszeit. Danach geht es vor allem um Konsolidierung und Feinschliff.

Bestimmte Techniken: Die kurzen Untertests haben Methoden, die den Untertest fundamental verändern. Wenn der Kreuzblick klappt, hat man nach einer Woche konstant volle Punkte in Muster zuordnen. Die Loci-Methode kann bei Fakten lernen Ähnliches bewirken.

Lerndynamik: Wenn du anfängst, etwas Neues zu lernen, wie zum Beispiel Figuren lernen, wirst du schnell Fortschritte sehen. MedNat beruht dagegen auf grundlegenden Fähigkeiten wie Leseverständnis, das Teilnehmende schon über Jahre in der Schule geübt haben. Dort ist der Spielraum für Verbesserung kleiner.

Zeitaufwand: In der Zeit, in der du eine Textverständnisaufgabe bearbeitest, kannst du eine ganze Schlauchfiguren-Simulation machen.

Prioritäten setzen

Wenn du ein möglichst gutes Ergebnis haben möchtest, ist es entscheidend, deine Ressourcen richtig einzuteilen. Die kurzen Untertests haben Priorität: zuerst die Technik lernen und dann so viel wie möglich üben. Die langen Untertests sind nicht irrelevant, brauchen aber deutlich mehr Aufwand und stagnieren früher.

Diese Reihenfolge richtet sich nicht nach dem schnellsten Ergebnis, sondern danach, was am frühesten angefangen werden sollte, weil es am längsten braucht:

  • Figuren lernen: Der ungewohnteste Untertest, der am meisten Übung braucht. Fang hier früh an.
  • Fakten lernen: Ähnlich wie Figuren, braucht für die meisten aber etwas weniger Übung.
  • Muster zuordnen: Wenn der Kreuzblick klappt, kannst du nach einer Woche konstant volle Punkte holen. Deshalb muss man hier nicht so früh anfangen, aber der Kreuzblick muss sitzen.
  • Schlauchfiguren: Kann jeder auch intuitiv lösen, lässt sich aber durch den Algorithmus sehr gut trainieren.
  • Quanti: Wirklich schwerer, aber mit viel Übung sind starke Verbesserungen möglich.
  • DiaTab, MedNat, Textverständnis: Die meisten erreichen hier schnell ein solides Plateau, das schwer zu durchbrechen ist.

Drei Phasen der Vorbereitung

Wie lange du dich vorbereitest, hängt von deiner Intensität ab. Ein Monat ist das Minimum, zwei bis drei Monate sind ideal, wenn du ein sehr gutes Ergebnis brauchst. Ein intensiver Monat kann dabei mehr bringen als zwei halbherzige.

1. Strategiephase

Hier findest du für jeden Untertest die Strategie, die für dich am besten passt. Die Strategieartikel sollen dir einen Startpunkt bieten, von dem aus du deine persönliche Technik finden kannst.

In dieser Phase geht es viel ums Ausprobieren. Schau, was für dich funktioniert und was nicht. Halte die Strategiephase so kurz wie möglich, viel mehr als eine Woche sollte sie nicht dauern.

2. Übungsphase

In ihr geht es darum, die Techniken, die du für dich gefunden hast, so sicher einzuüben, dass dich selbst der größte Stress nicht mehr rausholt. Vergiss nicht: Übung ist der wichtigste Faktor, der über dein Ergebnis entscheidet.

Mindestens genauso wichtig wie das Üben selbst ist die Nachbereitung. Jede falsch beantwortete Aufgabe ist eine Chance, deine Strategie gezielt zu verbessern. Ohne diese Analyse übst du zwar viel, aber verbesserst dich nicht gezielt.

Wie viel Zeit du investierst, hängt von deinem Alltag ab. Zwei Stunden am Tag mit Fokus auf die gut trainierbaren Untertests reichen sehr gut aus und bringen deutlich mehr als einmal die Woche acht Stunden am Stück.

3. Endspurt

Eine Woche vor dem TMS solltest du nichts Neues ausprobieren. Du hast deine Strategie gefunden, jetzt musst du darauf vertrauen. In der Endspurtphase geht es eher darum, sich mental auf den Testtag einzustellen: Simulationen an ungewohnten Orten machen, das Übertragen auf den Antwortbogen üben und überlegen, wie du mit einem Blackout umgehst.

Unser Lernplan

MedYourWay Lernplan mit Tagesaufgaben
Der Lernplan priorisiert Aufgaben nach deinem Fortschritt.

Diese Gesamtstrategie haben wir versucht, in unserem Lernplan umzusetzen. Das Ziel: Deine Zeit so effizient wie möglich steuern, um dein Ergebnis so schnell wie möglich zu steigern. Der Lernplan trackt deine Ergebnisse in den einzelnen Untertests, erkennt, wo du am meisten Punkte liegen lässt, und schlägt dir vor, worauf du dich als Nächstes konzentrieren solltest.

Ein paar Worte zum Schluss

Jeder hat andere Voraussetzungen. Es bringt sehr wenig, sich mit anderen zu vergleichen, da man sich dadurch meist nur verunsichern und stressen lässt. Dein Ziel muss es sein, dein persönliches Maximum zu erreichen. Du hast jetzt den Plan. Den Rest entscheidet die Arbeit, die du reinsteckst.